Legende: Wien, Graz, Innsbruck
In unserem Veranstaltungskalender findest du unsere nächsten Treffen.
Auch andere Gruppen organisieren Treffen, um Briefe an Gefangene zu schreiben. Alle Termine, von denen wir wissen, findest du hier.

Im Dezember starb in Hirtenberg ein Gefangener bei einem Transport, nachdem sechs Beamte brutal in seiner Zelle auf ihn einschlugen. Der Gefangene war in einer psychischen Ausnahmesituation. Im Mai letzten Jahres beging ein Gefangener in der JA Josefstadt Suizid, nachdem seine Mutter und eine Sozialarbeiterin gegenüber der JA davor gewarnt hatten.
Weitere Fälle wie der eines 16-jährigen Gefangenen, der in Innsbruck von Beamten verprügelt und schwer verletzt wurde, häufen sich.
Diese Tode und Gewalttaten sind keine Einzelfälle!
Schwere Gewalt gegen Gefangene durch Beamt*innen ist gängig. Isolation von teilweise 23 Stunden am Tag in der JA Stein führen zu psychischen Krisen und Suizid. Auf Gefangene in psychischen Ausnahmesituationen wird nicht mit ausreichend Therapiemöglichkeiten reagiert, sondern mit weiterer Gewalt und Isolation. Die Konsequenzen tragen die Gefangenen und ihre Angehörigen. Suizide sind die häufigste Todesursache im Knast und gehen auf die Rechnung des Justizsystems.
Menschenrechte müssen auch im Gefängnis gelten! Gefangenen in psychischen Krisen muss Hilfe angeboten werden und darf keine Gewalt und Isolation drohen. Das ist das Gegenteil von Resozialisierung. Fälle von Gewalt gegenüber Gefangenen müssen restlos aufgeklärt werden. Stattdessen werden Beweise vernichtet und die Gewalt setzt sich fort.